#4 AMOR ET PSYCHE – Tonhalle Zürich
Samstag, 30.01.2027 19:30 Uhr
Esther Hoppe, Leitung
Maayan Licht, Sopranist
Henry
Purcell: Fantasy upon one note
Hugo
Wolf: Italienische Serenade
H.
Purcell, G.F. Händel, A. Vivaldi u.a.: Diverse Arien für Sopran und Orchester
Giuseppe Verdi: Streichquartett e-Moll (arr. Streichorchester)
Unter
dem Titel Amor et Psyche kreist dieser Abend um Liebe als Sehnsucht,
Verführung, Verletzlichkeit und innere Bewegung. Im Zentrum steht der Sopranist
Maayan Licht, dessen edle Stimme den unterschiedlichen Facetten dieses Themas
eine einzigartige Klanggestalt verleiht. Die barocken Arien werden dabei nicht
einfach zu Einzelnummern, sondern zu Stationen eines Konzertprogramms, das
seelische Zustände erkundet und hörbar macht.
Henry
Purcells
Fantasy upon one note eröffnet den Abend mit einer Musik von
konzentrierter Spannung. Über einem liegenden Ton entfaltet sich ein feines
Geflecht von Stimmen, das wie ein Innehalten vor dem ersten Wort wirkt. Hugo
Wolfs
Italienische Serenade bringt danach Bewegung, Annäherung und ein
leichtes Knistern ins Spiel.
Mit
Maayan Licht tritt dann eine Stimme auf, die diesem Programm seine Mitte gibt.
Arien von Purcell, Händel, Vivaldi und anderen Komponisten erzählen von
Begehren, Zweifel, Hingabe und Schmerz. In ihnen erscheint Liebe nicht als
Zustand, sondern als allumfassende Erfahrung, die den Menschen verwandelt.
Gerade darin berührt sich das Programm mit dem Mythos von Amor und Psyche.
Zum
Abschluss folgt Giuseppe Verdis
Streichquartett in e-Moll in einer
Fassung für Streichorchester. Auch ohne Worte bleibt die theatralische
Klangsprache Verdis erhalten. Was zuvor in der Stimme Gestalt angenommen hat,
setzt sich hier im reinen Instrumentalklang fort.